Liebe Leserinnen und Leser
 
In gleich zwei Beiträgen geht es um die Visualisierung in der juristischen Arbeitspraxis: Bettina Mielke, Caroline Walser Kessel und Christian Wolff befassen sich mit dem Einsatz von Visualisierungen in verschiedenen juristischen Berufen (vgl. auch bereits ihre Publikation zur Visualisierungen und deren Verwendung in der Schweizer Justiz, in: «Justice - Justiz - Giustizia» 2018/2). Bettina Mielke und Christian Wolff fokussieren dann auf die Erfahrungen mit der Visualisierung in der richterlichen Praxis einer deutschen (Straf-)Richterin.
 
Adeline Corpataux vermittelt in ihrem Beitrag eine Übersicht über die Zulassung von Gerichtsberichterstatterinnen und Gerichtsberichterstattern sowie ihre Rechte und Pflichten in Strafverfahren.
 
Im Beitrag von Massimiliano Cometta geht es um Probleme und mögliche Lösungen im Zusammenhang mit dem vereinfachten Verfahren (Art. 295 ZPO) und der Feststellung des Sachverhalts von Amtes wegen (Art. 296 ZPO)  bei Kinderbelangen in familienrechtlichen Angelegenheiten.
 
Um Fragen im Zusammenhang mit der Entschädigung der amtlichen Verteidigung geht es im Beitrag von Simone Groebli Arioli, der auch die Ergebnisse einer Umfrage zur Thematik beinhaltet.
 
Ausgehend von einem kürzlich ergangenen Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte über die mangelnde Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft geht der Beitrag von David Longo der Frage nach, ob Staatsanwältinnen und Staatsanwälte als Richterinnen bzw. Richter oder als Beamtinnen bzw. Beamte gelten.
 
Thomas Müller-Graf teilt seine reichhaltigen Erfahrungen mit der Justizverwaltung im Spannungsfeld zur richterlichen Unabhängigkeit am Beispiel der weiter verselbständigten Gerichtsbarkeit des Kantons Bern. 

Um die Verbesserung von Urteilspublikationen und Gerichtsstatistiken im Sinne einer transparenteren Justiz geht es im Beitrag von Sabine Steiger-Sackmann, am Beispiel der Rechtsprechung zu psychosozialen Arbeitsbelastungen.
 
Wie dem Anspruch auf öffentliche Urteilsverkündung trotz begrenzter Ressourcen nachgekommen werden kann, zeigt Albert Dormann am Beispiel der Gerichtsbarkeit im Kanton Zug auf.
 
Nicht um die Veröffentlichung, sondern um die Redaktion von Urteilen geht es in der SVR-Kolumne von Marie-Chantal May Canellas, die sie mit einem Zitat von Sénèque einleitet: «Le style est le vêtement de la pensée».
 
Eleonora Lichti Aschwanden und Dieter Freiburghaus berichten über die Frühjahrsversammlung 2019 der Europäischen Richtervereinigung (EAJ) in Kopenhagen, bei der insbesondere die besorgniserregenden Entwicklungen in einzelnen osteuropäischen Ländern ein Thema gewesen sind.
 
Und natürlich darf auch die vom Venice Commission Observatory zur Verfügung gestellte Auswahl internationaler Medienberichte zu Verfassungsgerichten sowie das Update der Bibliografie mit aktuellen Publikationen im Themenbereich der Richterzeitung nicht fehlen.
 
Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Stephan Gass, Sonia Giamboni, Andreas Lienhard, Hans-Jakob Mosimann, Annie Rochat Pauchard, Thomas Stadelmann

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