Der Belastungsausgleich zwischen Richterinnen und Richtern
Catherine Reiter
Hans-Jakob Mosimann
Zitiervorschlag: Catherine Reiter / Hans-Jakob Mosimann, Der Belastungsausgleich zwischen Richterinnen und Richtern, in: «Justice - Justiz - Giustizia» 2021/2
Das Bewältigen der Geschäftslast ist für jedes Gericht eine Gemeinschaftsaufgabe. Deshalb ist, wenn Kammern, Abteilungen oder einzelne Richterinnen und Richter mehr als andere belastet sind, ein Ausgleich angezeigt. Um einen solchen Belastungsausgleich in einer für alle Beteiligten zustimmungsfähigen Art umzusetzen, müssen die bearbeiteten Fälle entsprechend dem mit ihnen (jedenfalls durchschnittlich) verbundenen Aufwand gewichtet werden. Dieser Ansatz wird im vorliegenden Beitrag mit dem Vorschlag einer dynamischen Gewichtung weiterentwickelt. Dynamische Gewichtung bedeutet, dass eine initiale Gewichtung (beispielsweise nach Fallkategorie/Rechtsgebiet) nach unten angepasst wird, wenn – man «kurzen Prozess machen» kann, mithin – weniger Verfahrensschritte als im Normalfall nötig sind, oder nach oben, wenn mehr Verfahrensschritte anfallen als in einem Durchschnittsfall.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangslage
2. Die Krux mit Gauss und andere einführende Gedanken
3. Das Punktesystem als Basis des ordentlichen Belastungsausgleichs
3.1. Einleitung
3.2. Herkömmliche Methoden
3.3. Dynamische Punktevergabe
3.4. Vor- und Nachteile der dynamischen Punktevergabe
3.5. Zwischenergebnis
4. Instrumente für den ausserordentlichen Belastungsausgleich
5. Erkenntnisse und Ausblick
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