Warum Entscheide für Menschen und Maschinen lesbar sein müssen – Ein Plädoyer für zugängliche Daten in der Justiz
Céleste Urech
Jaimy Vallapurackal
Zitiervorschlag: Céleste Urech / Jaimy Vallapurackal, Gerichtsurteile zwischen Paragraph und Pixel, in: «Justice - Justiz - Giustizia» 2025/4
Zwar publiziert das BGer seine Entscheide bereits «öffentlich» und «zugänglich» – doch zieht der Wind der digitalen Entwicklung dennoch an ihm vorbei. Längst hat die Künstliche Intelligenz (KI) unseren Alltag im Sturm erobert, sei es über KI-Ergebnisse beim googeln oder Textvervollständigungen beim Verfassen eines Mails – KI ist allgegenwärtig. Dennoch scheint das Publikationsportal des BGer in digitaler Windstille zu verharren. Dieser Artikel zeigt im ersten Kapitel auf, wie maschinenlesbare Urteile der Verwirklichung des Öffentlichkeitsprinzip dienen, und bietet im zweiten Kapitel einen Lösungsansatz zur Überwindung technischer Hürden.
Inhaltsverzeichnis
1. Maschinenlesbarkeit als Vollendung des Öffentlichkeitsprinzips
1.1. Begriff des Zugangs
1.2. Bereitstellung der Rechtsanwendung als Datenquelle für die Bevölkerung
1.3. Relevanz und Notwendigkeit
2. Überwindung technischer Hürden
2.1. Von Urteilen zu Daten
2.2. Standardisierung und semantische Interoperabilität
2.3. Dateninfrastruktur: zentral, föderiert oder hybrid?
2.4. Schnittstellen für Innovation
2.5. Qualität und Kontrolle von Trainingsdaten
3. Ausblick
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